Verfasst von christophson am März 14, 2009
Mit dem heutigen Tag ging der Alpine Ski Weltcup 2008/09 zu Ende und die begehrten Weltcupkugeln wurden an den Mann bzw. die Frau gebracht.
War die Gesamtweltcupkugel bei den Damen schon seit Anfang der Rennwoche in Aare (Schweden) fest in amerikanischer Hand, genauer gesagt in jener von Lindsey Vonn, war die Entscheidung bei den Herren spannend bis zum letzten Rennen.
Vor dem Weltcupfinale in Aare hatten noch 4 Läufer die Chance, die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup zu gewinnen. Nach den ersten beiden Bewerben in dieser Woche (Abfahrt und Super-G) minimierte sich diese Zahl und schlussendlich kamen vor dem letzten Rennen, dem Slalom, nur noch Aksel Lund Svindal und Benjamin Raich in Frage. Getrennt durch lediglich 2 Punkte.
Raich ging mit Startnummer eins ins Rennen. Das Rennen war jedoch von kurzer Dauer und die rot-weiß-rote Hoffnung auf den Gesamtweltcupsieg fädelte bei einem Tor ein. Der Traum vom Gesamtweltcupsieg war nach wenigen Fahrsekunden ausgeträumt. Auch Svindal schied im ersten Durchgang aus. Raich fehlen nach 36 Bewerben zwei (!) Punkte auf den Gewinn seiner zweiten großen Kristallkugel.
Nach diesen zwei verlorenen Punkten zu suchen ist zwar vermessen, aber ich kann es nicht lassen.
Ausfall in Kitzbühel
Werfen wir einen Blick zurück in den Jänner. Bei der Kombination in Kitzbühel hätte Benjamin Raich wahrscheinlich jene verlorenen Punkte geholt, die ihm schlussendlich fehlen. Er hätte beim Slalom am Ganslernhang nach seinem Torfehler „nur“ zurücksteigen müssen und locker ins Ziel fahren. Punkte für die Kombination wären auf alle Fälle möglich gewesen, denn bei diesem Torlauf sind neben Raich auch andere Läufer gestrauchelt. Somit sind lediglich 11 Läufer in die Kombinationswertung gekommen. Am elften Platz landete Georg Streitberger mit einem Rückstand von 16,85 sec. und erhielt dafür 24 Weltcuppunkte. Genügend Punkte also, um die Kugel für den Gesamtweltcup mit nach Hause zu nehmen. Die Frage nach: „Was wäre wenn?“ nützt jedoch nichts und daher muss/darf man Svindal recht herzlich zum Gesamtweltcupsieg in seiner Comebacksaison gratulieren.
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Verfasst von christophson am Januar 5, 2009
Der bekannteste und größte Platz in Moskau, der Rote Platz, war am 02. Jänner Schauplatz des teuersten Ski-Rennens aller Zeiten.
Wo Geld auch in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise scheinbar keine Rolle spielt – in Russland – wurde für einen Abend eine 60 Meter hohe und 150 Meter lange Rampe errichtet, um den Russen den Skisport und der Skiwelt Russland näher zu bringen.
Obwohl die Olympischen Spielen in Sotchi erst in 5 Jahren über die Bühne gehen, ist Russland bereits bemüht die Werbetrommel kräftig zu rühren.
Zahlreiche Weltcupstars wurden daher extra nach Russland geflogen, um bei diesem Show-Parallel-Slalom am Roten Platz an den Start zu gehen – unter anderem Bode Miller, Didier Cuche, Mario Matt oder Reinfried Herbst. Bevor es um den Siegerscheck von 30.000 Dollar ging, durfte sich jeder Läufer vor Beginn des Rennens über ein Startgeld von 10.000 Dollar freuen.
Das gesamte Flutlicht-Spektakel kostete Russland und der FIS rund 10 Millionen (!) Euro. Allein die Rampe verschlang eine Summe von 7 Millionen Euro. Ob die FIS dieses Geld nicht anderweitig investieren sollte?
Die Läufer boten den 25.000 Zusehern (von einer solchen Kulisse können die Meisten Weltcupveranstalter nur träumen) eine Show der Extraklasse. Brisante und zum Teil sehr knappe Duelle erfreuten die Besucher. Im Finale konnte sich schlussendlich der Deutsche Felix Neureuther vor Jean-Baptiste Grange und Bode Miller durchsetzen. Neureuther konnte bis dato keinen Weltcupsieg verbuchen und somit war dieser Show-Event für den Partenkirchener ein voller Erfolg.
Das langjährige Ziel des Internationalen Skiverbandes den Skisport in die Städte zu bringen konnte in Moskau zum ersten Mal umgesetzt werden. Zwar war das Event am Roten Platz ein Erfolg, falls jedoch für solche Veranstaltungen Zig-Millionen Euro von Nöten sind, ist es vermutlich rentabler, wenn der Skisport in seinem natürlichen Umfeld, dem Gebirge, bleibt.
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Verfasst von christophson am Dezember 9, 2008
Sportveranstaltungen veranlassen einen immer wieder, sich auf Wetten einzulassen – so auch mich. Entweder im großen Stil in Wettbüros oder ganz einfach nur unter Freunden.
Samstag war es wieder mal soweit: Ich verspürte den Drang zu wetten. Am Programm stand der Riesentorlauf der Herren in Beaver Creek (USA). Nachdem die beiden Speed-Disziplinen von Aksel Lund Svindal dominiert wurden, war es meiner Meinung nach an der Zeit, dass sich jemand anders in die Siegerliste in Nordamerika einträgt. Für Svindal waren es nicht nur Weltcupsiege Nummer 10 und 11, sondern auch der Sieg gegen jenen Berg bzw. Sprung der ihn im Vorjahr abgeworfen hat.
Einige Stunden vor dem Rennen war ich mit einer Freundin unterwegs und wir haben uns über die abgelaufenen Rennen unterhalten. Ich kam dann mit der Idee, auf den Ausgang des Riesentorlaufs zu wetten. Obwohl ich in der Regel stets zu den rot-weiß-roten Fahrern halte, war diesmal ein ganz anderer Mann in meinen Gedanken fest verankert: Der Amerikaner Ted Ligety, der im Vorjahr die Weltcupkugel für den Riesentorlauf gewinnen konnte, war mein Favorit für dieses Rennen und somit auch mein Sieger-Tipp.
Wie es sich für eine Österreicherin gehört, hat meine Freundin auf den Tiroler Benjamin Raich gesetzt, der beim ersten Saisonriesentorlauf in Sölden den guten 4. Platz belegte.
Der erste Durchgang verlief ganz nach meinen Erwartungen. Der amerikanische „Sunny Boy“ führte das Klassement an und Raich lag mit einem Abstand von 1,05 Sekunden auf dem achten Platz, aber in Lauerstellung. Ich war mir meines Sieges sehr sicher und verfolgte den zweiten Durchgang sehr relaxed.
Spannend wurde es, als Benjamin Raich ins Rennen ging und eine Fabelzeit ins Ziel brachte. Trotz dieses perfekten Laufes von Raich war ich mir noch immer sehr sicher, denn der Kombinations-Olympiasieger aus dem Jahr 2006 wird sich einen Vorsprung von 1,05 Sekunden nicht mehr nehmen lassen – dachte ich zumindest. Läufer um Läufer kam ins Ziel und Raichs Bestzeit hielt nach wie vor. Somit konnte nur noch Ligety den österreichischen Sieg und somit eine erneute Wettniederlage verhindern.
Ligety erwischte aber nicht annähernd einen solch guten Lauf wie in Durchgang eins und verlor bis zur ersten Zwischenzeit die Hälfte seines Vorsprungs. Diesen konnte er bis zur letzten Zwischenzeit halten.
Kurz vor dem Ziel nochmals ein Fehler von Ligety und meine Anspannung stieg, da ich ja wusste, dass der 30-jährige Pitztaler eine hervorragenden Schlussteil fuhr.
Und dann der große Schock: Ted Ligety überquerte die Ziellinie mit dem Minimalrückstand von 0,01 Sekunden. Somit war der erste Sieg für Benjamin Raich in dieser Saison perfekt und auch eine erneute Wettniederlage meinerseits besiegelt.
Ich glaube ich habe im heurigen Jahr noch keine Wette gewonnen – kann 2009 also nur besser werden.
Fazit: Ich glaube Wetten liegt mir nicht und ich sollte dies in Zukunft unterlassen.
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