In Schladming wird Mountainbikegeschichte geschrieben
Verfasst von christophson am Oktober 12, 2009
Lisi Osl gewinnt den Gesamtweltcup, Anita Molcik auf Platz zwei im Four Cross
Mir ist schon bewusst, dass wir bereits Mitte Oktober haben und der erste Schnee bereits gefallen ist, trotzdem muss ich den heutigen Post nochmals einem Sommersport widmen: Mountainbike.
Natürlich kommt dies nicht von ungefähr. Vom 18. – 20. September war Schladming Austragungsort des Mountainbike Weltcup Saisonfinales. Ein Saisonfinale, das alle Beteiligten nicht so schnell vergessen werden.
Bereits im April hab ich einen Eintrag über den Mountainbike Weltcup gemacht. Dabei ging es um den Premierensieg der Österreicherin Elisabeth „Lisi“ Osl im Cross Country Weltcuprennen von Pietermaritzburg. Jetzt, ein halbes Jahr später, darf sich die 23-jährige Tirolerin Gesamtweltcupsiegerin nennen. Diesen sporthistorischen Erfolg sicherte sie sich ausgerechnet beim Heimweltcup in Schladming.
Wir schreiben den 19. September 2009 – Nach 1 Stunde, 19 Minuten und 10 Sekunden springt Lisi Osl als Tagessiegerin von ihrem Bike, hebt es in die Luft und darf sich mit ihren zahlreich erschienenen Fans über den ersten rot-weiß-roten Gesamtweltcupsieg in der Geschichte des Mountainbike Weltcups freuen. Das Bemerkenswerte an diesem Erfolg war, wie er zustande gekommen ist. Osl diktierte von Anfang an das Renngeschehen und konnte bereits nach der ersten Runde einen Vorsprung herausfahren, den sie von Runde zu Runde vergrößerte.
Die Freude kannte keine Grenzen und was dies für den Mountainbike Sport in Österreich bedeutet ist zum heutigen Zeipunkt noch gar nicht absehbar.
Bei den Klängen der österreichischen Bundeshymne verdrückte nicht nur die frisch gebackene Gesamtweltcupsiegerin die eine oder andere Träne, auch im Publikum wurde das Taschentuch verwendet.
Dies war jedoch nicht der einzige Höhepunkt aus rot-weiß-roter Sicht beim Weltcupfinale. Im Four Cross Bewerb erkämpfte sich Anita Molcik den zweiten Platz hinter der Gesamtweltcupsiegerin aus Holland Anneke Beerten. Anita Molcik gewann heuer bereits den Europameistertitel und bei den Weltmeisterschaften verfehlte sie das Podium als Vierte nur knapp. Bemerkenswert an diesem zweiten Platz ist vor allem, dass die Niederösterreicherin ein paar Tage vor dem Rennen noch mit Fieber im Bett gelegen ist.
Der Downhill von der Mittelstation der Planai ins Olympiastadion verlangte den Bikern wie jedes Jahr alles ab. Hier zeigten vor allem die Steirer gehörig auf. Petra Bernhard und Markus Pekoll belegten die Plätze 6 und 12 und fuhren somit inmitten der Weltspitze.
Erfreulich war auch die mediale Berichterstattung. Nahezu alle österreichischen Tageszeitungen haben über das Saisonfinale berichtet, der ORF hat einen halbstündigen Zusammenschnitt über den Cross Country gebracht und die Weltcupgesamtsiegerin Lisi Osl war live zu Gast in „Sport am Sonntag“.
Der Mountainbike Sport erlangt in Österreich neue Dimensionen.
Vorankündigung für das Jahr 2010: Ich plane über jeden Mountainbike Weltcup einen Post zu machen. Ich hoffe ich kann dieses Vorhaben auch umsetzen
Derweilen werd ich mich auf andere Dinge konzentrieren. Der eine oder andere Eintrag wird jedoch auch im Winter bestimmt folgen …
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