Der bekannteste und größte Platz in Moskau, der Rote Platz, war am 02. Jänner Schauplatz des teuersten Ski-Rennens aller Zeiten.
Wo Geld auch in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise scheinbar keine Rolle spielt – in Russland – wurde für einen Abend eine 60 Meter hohe und 150 Meter lange Rampe errichtet, um den Russen den Skisport und der Skiwelt Russland näher zu bringen.
Obwohl die Olympischen Spielen in Sotchi erst in 5 Jahren über die Bühne gehen, ist Russland bereits bemüht die Werbetrommel kräftig zu rühren.
Zahlreiche Weltcupstars wurden daher extra nach Russland geflogen, um bei diesem Show-Parallel-Slalom am Roten Platz an den Start zu gehen – unter anderem Bode Miller, Didier Cuche, Mario Matt oder Reinfried Herbst. Bevor es um den Siegerscheck von 30.000 Dollar ging, durfte sich jeder Läufer vor Beginn des Rennens über ein Startgeld von 10.000 Dollar freuen.
Das gesamte Flutlicht-Spektakel kostete Russland und der FIS rund 10 Millionen (!) Euro. Allein die Rampe verschlang eine Summe von 7 Millionen Euro. Ob die FIS dieses Geld nicht anderweitig investieren sollte?
Die Läufer boten den 25.000 Zusehern (von einer solchen Kulisse können die Meisten Weltcupveranstalter nur träumen) eine Show der Extraklasse. Brisante und zum Teil sehr knappe Duelle erfreuten die Besucher. Im Finale konnte sich schlussendlich der Deutsche Felix Neureuther vor Jean-Baptiste Grange und Bode Miller durchsetzen. Neureuther konnte bis dato keinen Weltcupsieg verbuchen und somit war dieser Show-Event für den Partenkirchener ein voller Erfolg.
Das langjährige Ziel des Internationalen Skiverbandes den Skisport in die Städte zu bringen konnte in Moskau zum ersten Mal umgesetzt werden. Zwar war das Event am Roten Platz ein Erfolg, falls jedoch für solche Veranstaltungen Zig-Millionen Euro von Nöten sind, ist es vermutlich rentabler, wenn der Skisport in seinem natürlichen Umfeld, dem Gebirge, bleibt.