Verfasst von christophson am November 5, 2009
Galanacht des Sports 2009 – Österreich
Kurz vor dem Jahreswechsel ist jene Zeit gekommen einen Rückblick zu halten. Die unterschiedlichsten Persönlichkeiten eines Jahres werden gewählt. Zwar sind es bis zum Jahr 2010 noch gut zwei Monate, trotzdem wurden bei der Galanacht des Sports die Mannschaft, Sportler und Sportlerin des Jahres gewählt.
Gnädigerweise hat der ORF diese übertragen. Ob diese „Galanacht“ nun eine wirkliche Gala war, kann man vor dem TV nur schwer beurteilen. Die Verleihung war für mich persönlich eher eine Hetzerei und keine wirkliche Feier bzw. Gala. Die Sportler/Innen hätten sich mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung verdient, waren die erbrachten Leistungen im vergangenen Jahr doch allemal sehenswert.
Sportler des Jahres wurde Wolfgang Loitzl, der sich vor seinem Springerkollegen Gregor Schlierenzauer und Reinfried Herbst durchsetzte. Wolfgang Loitzl hat diesen Titel mehr als verdient. Seit seinem Juniorenweltmeistertitel im Jahr 1998 sind mittlerweile 11 Jahre vergangen und in diesen Jahren hat Loitzl alle Höhen und Tiefen einer Sportkarriere durchleben müssen. In der abgelaufenen Saison ging ihm dann der „sprichwörtliche“ Knopf auf. Sieger der Vierschanzentournee, WM Goldmedaille im Einzel in Liberec. Ein, in meinen Augen, würdiger Sportler des Jahres 2009.
Sportlerin des Jahres – Mirna Jukic
Bei den Damen fiel die Wahl auf Mirna Jukic. Jukic die im heurigen Jahr die Bronzemedaille bei der Schwimm-WM gewinnen konnte, hat Super-Kombi Weltmeisterin Kathrin Zettel und Gesamtweltcupsiegerin im Mountainbike Elisabeth Osl auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Für mich eine mehr als überraschende Sportlerin des Jahres 2009. Ich will die Erfolge von Jukic in keinster Weise schmälern. Sie hat zahlreiche Titel und Rekorde gefeiert, die im Schwimmsport davor eher selten waren. Nur, sind eine Bronzemedaille bei der WM und ein Europarekord Grund genug dafür, zur Sportlerin des Jahres gewählt zu werden? Bei einem Blick auf die Konkurrenz komm ich persönlich ins grübeln.
Kathrin Zettel gewann die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften und wurde im Riesentorlaufweltcup zweite. Johanna Ernst, Weltmeisterin im Klettern und hat im Jahr 2008 als jüngste Frau den Gesamtweltcup im Klettern gewonnen – eine mehr als hoch einzuschätzende Leistung. Lisi Osl holte als erste Österreicherin den Gesamtweltcup im Cross Country und schrieb somit österreichische Sportgeschichte. Doris Günther wurde Gesamtweltcupsiegerin und zweifache Vizeweltmeisterin im Snowboard. Sind diese Erfolge nicht höher anzusiedeln, als „nur“ eine Bronzemedaille?
Wenn wir schon bei Bronzemedaille sind, warum war Andrea Fischbacher nicht weiter vorne im Klassement zu finden? Schließlich hat sie eine Bronzemedaille bei der Ski-WM in Val d’ Isere gewonnen und hinter der herausragenden Lindsey Vonn den zweiten Platz im Abfahrtsweltcup belegt.
Ein dritter Platz bei einer WM zählt also mehr als Weltmeistertitel und Gesamtweltcupsiege. Ein Nachteil für Johanna Ernst und Lisi Osl ist mit Sicherheit, dass das Medieninteresse an Klettern und Mountainbike leider noch sehr gering ist. Dies wird sich bei weiteren Erfolgen der beiden jungen Damen aber mit Sicherheit schlagartig ändern.
Mannschaft des Jahres 2009 – Skispringer
Zur Mannschaft des Jahres wurden die Skispringer gewählt. Naja, wer sonst, wenn man die Erfolge aus der Saison 2008/09 betrachtet. Der zweite Platz ging an das Biathlon Team und Dritter wurde Rapid. Rapid? Was haben die Jungs aus Hütteldorf im Jahr 2009 für einen großartigen Erfolg gefeiert? Meister wurden die Bullen aus Salzburg. Den Cup gewann die Wiener Austria und auch International war für Rapid nichts zu holen. Sehr unverständlich dieses Ergebnis.
Schließlich gingen die Plätze 4 und 5 an die Beachvolleyballer Gosch/Horst und an Red Bull Racing. Teams, die sich die bronzene Statue allemal verdient hätten.
Fragen über Fragen, die sich mir bei dieser Sportlerwahl stellen und eine bzw. zwei für mich nicht nachvollziehbare Ergebnisse.
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Verfasst von christophson am Oktober 12, 2009
Lisi Osl gewinnt den Gesamtweltcup, Anita Molcik auf Platz zwei im Four Cross
Mir ist schon bewusst, dass wir bereits Mitte Oktober haben und der erste Schnee bereits gefallen ist, trotzdem muss ich den heutigen Post nochmals einem Sommersport widmen: Mountainbike.
Natürlich kommt dies nicht von ungefähr. Vom 18. – 20. September war Schladming Austragungsort des Mountainbike Weltcup Saisonfinales. Ein Saisonfinale, das alle Beteiligten nicht so schnell vergessen werden.
Bereits im April hab ich einen Eintrag über den Mountainbike Weltcup gemacht. Dabei ging es um den Premierensieg der Österreicherin Elisabeth „Lisi“ Osl im Cross Country Weltcuprennen von Pietermaritzburg. Jetzt, ein halbes Jahr später, darf sich die 23-jährige Tirolerin Gesamtweltcupsiegerin nennen. Diesen sporthistorischen Erfolg sicherte sie sich ausgerechnet beim Heimweltcup in Schladming.
Wir schreiben den 19. September 2009 – Nach 1 Stunde, 19 Minuten und 10 Sekunden springt Lisi Osl als Tagessiegerin von ihrem Bike, hebt es in die Luft und darf sich mit ihren zahlreich erschienenen Fans über den ersten rot-weiß-roten Gesamtweltcupsieg in der Geschichte des Mountainbike Weltcups freuen. Das Bemerkenswerte an diesem Erfolg war, wie er zustande gekommen ist. Osl diktierte von Anfang an das Renngeschehen und konnte bereits nach der ersten Runde einen Vorsprung herausfahren, den sie von Runde zu Runde vergrößerte.
Die Freude kannte keine Grenzen und was dies für den Mountainbike Sport in Österreich bedeutet ist zum heutigen Zeipunkt noch gar nicht absehbar.
Bei den Klängen der österreichischen Bundeshymne verdrückte nicht nur die frisch gebackene Gesamtweltcupsiegerin die eine oder andere Träne, auch im Publikum wurde das Taschentuch verwendet.
Dies war jedoch nicht der einzige Höhepunkt aus rot-weiß-roter Sicht beim Weltcupfinale. Im Four Cross Bewerb erkämpfte sich Anita Molcik den zweiten Platz hinter der Gesamtweltcupsiegerin aus Holland Anneke Beerten. Anita Molcik gewann heuer bereits den Europameistertitel und bei den Weltmeisterschaften verfehlte sie das Podium als Vierte nur knapp. Bemerkenswert an diesem zweiten Platz ist vor allem, dass die Niederösterreicherin ein paar Tage vor dem Rennen noch mit Fieber im Bett gelegen ist.
Der Downhill von der Mittelstation der Planai ins Olympiastadion verlangte den Bikern wie jedes Jahr alles ab. Hier zeigten vor allem die Steirer gehörig auf. Petra Bernhard und Markus Pekoll belegten die Plätze 6 und 12 und fuhren somit inmitten der Weltspitze.
Erfreulich war auch die mediale Berichterstattung. Nahezu alle österreichischen Tageszeitungen haben über das Saisonfinale berichtet, der ORF hat einen halbstündigen Zusammenschnitt über den Cross Country gebracht und die Weltcupgesamtsiegerin Lisi Osl war live zu Gast in „Sport am Sonntag“.
Der Mountainbike Sport erlangt in Österreich neue Dimensionen.
Vorankündigung für das Jahr 2010: Ich plane über jeden Mountainbike Weltcup einen Post zu machen. Ich hoffe ich kann dieses Vorhaben auch umsetzen
Derweilen werd ich mich auf andere Dinge konzentrieren. Der eine oder andere Eintrag wird jedoch auch im Winter bestimmt folgen …
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Verfasst von christophson am August 5, 2009
Sonne, ein volles Stadion, unglaubliche Stimmung und viel nackte Haut sind die Anzeichen dafür, dass am Ufer des Wörthersees wieder gebaggert wird. 
Wenn man von weitem die Känge „That’s the way – aha aha – I like it – aha aha“ hört, weiß man, die Beach-Boys und Beach-Girls sind zurück am Wörthersee. Der Beachvolleyball Grand Slam in Klagenfurt zählt seit Jahren zu DER Adresse im Beachvolleyball – das Wimbledon des Beachvolleyballs so zusagen.
Freitag, der 31. Juli wird in die Geschichte des österreichischen Beachvolleyballs eingehen. Nein, nicht weil ich mir zum ersten Mal am Center Court die Seele aus dem Leib gebrüllt habe, sondern weil die Österreicherinnen Montagnolli und Hansel den Aufstieg in das Viertelfinale geschafft haben. Die Stimmung war den gesamten Tag über bestens, doch erreichte sie am Nachmittag ihren abso
luten Höhepunkt. Montagnolli/Hansel wurden gegen die Brasilianerinnen Antunes/Antonelli als Außenseiter gesehen, doch die Mädls aus dem Alpenland spielten Beachvolleyball der Extraklasse. Mitgezittert hat auf den Tribünen jeder, auch wenn der Tag für den einen oder die andere schone einige Stunden dauerte. Jeder Punkt wurde gebührend gefeiert und bejubelt. Als es nach 38 Minuten 21:14 und 21:17 für die beiden Österreicherinnen stand, konnte sich keiner mehr auf den etwas ungemütlichen Bänken halten.
Die „dritte Frau“ am Spielfeld für Österreich waren mit Sicherheit die ca. 8.000 Zuseher. Mit „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ wurde gefeiert. Am Center Court lagen sich die Salzburgerin
und die Tirolerin in den Armen und auf den Tribünen umarmten sich Leute, die sich zuvor nicht gekannt haben. Die Freude war auf allen Seiten spürbar. Natürlich durfte auch die berühmte Welle nicht fehlen. Gänsehaut war somit garantiert.
Als nach den beiden Damen auch noch Florian Gosch und Alex Horst den Aufstieg ins Achtelfinale schafften, kannte der rot-weiß-rote Jubel keine Grenzen.
Vergessen waren Müdigkeit, das frühe Aufstehen, die lange Autofahrt und das Warten bis zum ersten Match.
Der Beachvolleyball Grand Slam in Klagenfurt ist nicht nur für die VIP’s einer der Höhepunkte des Jahres, sondern für jeden, der gerne feiert und Stimmung liebt. Beachvolleyball ist eine der Trendsportarten, die den absoluten Durchbruch geschafft hat.
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Verfasst von christophson am Mai 26, 2009
Österreichs Daviscup Team steht vor schweren Zeiten. Zum einen wartet das Relegationsspiel gegen Chile im September und zum anderen gibt es Diskussionen rund um die Ablehnung von Daniel Köllerer durch Jürgen Melzer, Stefan Koubek und Co im Davis Cup Team. Daniel Köllerer gilt als Außenseiter im rot-weiß-roten Tennisteam.
Köllerer, die aktuelle Nummer 77. der Welt und somit zweitbester Österreicher im ATP Ranking ist bei den Daviscup Spielern alles andere als beliebt. Aufgrund seiner Eskapaden in den vergangenen Jahren möchten Melzer und Koubek nicht mit Köllerer im gleichen Team spielen. Gut nur, dass die nicht die Spieler die Aufstellungen machen.
Köllerer hat in der Vergangenheit durch Ausraster, Beschimpfungen und Attacken die Blicke auf sich gezogen. Vor allem die Beschimpfungen von Ballkindern haben für Missgunst unter den Tennisfans gesorgt. Er wurde sogar von der ATP für einige Monate von der Tour ausgeschlossen.
Diese Zeiten von „Crazy Dani“ sind aber endgültig vorbei. Seit diesem Jahr zeigt Köllerer vor allem durch starke Leistungen auf und ist somit eine Stütze für das Team. Köllerer gewann unter anderem ein Challenger Turnier in Rom, stand in Kitzbühel im Achtelfinale und musste sich gestern dem Chilenen Nicolas Massu in fünf Sätzen bei den French Open nur knapp geschlagen geben.
Gilbert Schaller, der Daviscup Kapitän, ist nun bemüht in Einzelgesprächen für Klarheit zu sorgen. Leicht wird diese Aufgabe nicht, aber Daniel Köllerer hat es sich allemal verdient für Österreich um Punkte, Games, Sätze und Siege zu kämpfen.
Die Einstellung von Melzer, Koubek und Co gleicht jener eines Kindes. „Mit dem mag ich aber nicht spielen …“ Daniel Köllerer hat sich eine Chance verdient. Was in der Vergangenheit war, gehört der Vergangenheit an. Auch Melzer und Koubek sind nicht immer die bravsten am Tennisplatz und haben schon Rackets zerstört. Koubek wurde unter anderem beim Turnier in Metz im Jahr 2007 wegen Schiedsrichterbeleidigung disqualifiziert.
Es bleibt abzuwarten, was die Gespräche ergeben und ob Köllerer vom 18. – 20. September in Chile für Österreich zum ersten Mal aufschlagen wird.
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Verfasst von christophson am April 12, 2009
Mountainbike Weltcup – das Pendant zum Ski Weltcup
Österreicherin feiert ihren ersten Weltcupsieg
Viele haben ihre Mountainbikes bereits aus dem Keller hervorgeholt und die ersten Touren unternommen. Das Wetter lädt im Moment förmlich dazu ein. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass es jährlich einen Mountainbike Weltcup gibt – das Pendant zum Skiweltcup quasi.
Am Wochenende fand der Auftakt zur heurigen Saison in Pietermaritzburg statt. Der Ort in Süd Afrika war zum ersten Mal Austragungsort eines Weltcuprennens.
In Österreich ist der Mountainbike Weltcup ein etwas unbeschriebenes Blatt und wird sowohl von der Öffentlichkeit als auch den Medien nur bedingt wahrgenommen. Obwohl in Schladming heuer bereits zum sechsten Mal in Folge der Mountainbike Weltcup gastiert.
Tirolerin gewinnt ihr erstes Weltcuprennen
Beim Auftakt des 2009 Nissan UCI Mountainbike World Cup presented by Shimano stand ein Tripple Event (3 Bewerbe – Downhill (DH), Four Cross (4X) and Cross County (XCO)) am Programm. Ich werde mich aufgrund des für Österreich sehr erfreulichen Ergebnisses rein auf den XCO-Bewerb konzentrieren.
Elisabeth Osl aus Tirol konnte den Weltcupauftakt in Süd Afrika für sich entscheiden und somit den ersten Weltcupsieg ihrer noch jungen Karriere erreichen. Die 22-jährige Tirolerin gewann vor der Russin Irina Kalentjewa mit 2:07 Minuten Vorsprung. Beim Cross Country geht es über Stock und Stein, bergauf und bergab und daher ist bei diesen AthletenInnen Ausdauer und Kraft von immenser Bedeutung.
Elisabeth Osl startet seit der heurigen Saison für das „Central Ghost Pro Team“. Dieses Team wird von Sabine Spitz (Olympiasiegerin in Peking 2008) angeführt.
Die Kirchbergerin Osl war im Jahr 2007 U23-WM-Dritte und -EM-Zweite.
Gerade der Radsport war in den letzten Wochen und Monaten aufgrund der Dopingvorfälle stark in Missgunst geraten. Negativmeldungen und Schlagzeilen beherrschten die Medien. Umso erfreulicher ist es daher, eine äußerst positive Meldung aus dem Mountainbike Lager zu erhalten.
Dieser Erfolg wurde zwar in Print und Online Ausgaben publik gemacht, jedoch habe ich am Samstagabend vergebens auf eine Meldung im ORF Sport gewartet. In der Regel wird im ORF Sport über jede Kleinigkeit berichtet, aber wenn eine Österreicherin in einer Randsportart einen WELTCUPSIEG erreicht, ist dies scheinbar keine Nachricht wert.
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Verfasst von christophson am März 14, 2009
Mit dem heutigen Tag ging der Alpine Ski Weltcup 2008/09 zu Ende und die begehrten Weltcupkugeln wurden an den Mann bzw. die Frau gebracht.
War die Gesamtweltcupkugel bei den Damen schon seit Anfang der Rennwoche in Aare (Schweden) fest in amerikanischer Hand, genauer gesagt in jener von Lindsey Vonn, war die Entscheidung bei den Herren spannend bis zum letzten Rennen.
Vor dem Weltcupfinale in Aare hatten noch 4 Läufer die Chance, die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup zu gewinnen. Nach den ersten beiden Bewerben in dieser Woche (Abfahrt und Super-G) minimierte sich diese Zahl und schlussendlich kamen vor dem letzten Rennen, dem Slalom, nur noch Aksel Lund Svindal und Benjamin Raich in Frage. Getrennt durch lediglich 2 Punkte.
Raich ging mit Startnummer eins ins Rennen. Das Rennen war jedoch von kurzer Dauer und die rot-weiß-rote Hoffnung auf den Gesamtweltcupsieg fädelte bei einem Tor ein. Der Traum vom Gesamtweltcupsieg war nach wenigen Fahrsekunden ausgeträumt. Auch Svindal schied im ersten Durchgang aus. Raich fehlen nach 36 Bewerben zwei (!) Punkte auf den Gewinn seiner zweiten großen Kristallkugel.
Nach diesen zwei verlorenen Punkten zu suchen ist zwar vermessen, aber ich kann es nicht lassen.
Ausfall in Kitzbühel
Werfen wir einen Blick zurück in den Jänner. Bei der Kombination in Kitzbühel hätte Benjamin Raich wahrscheinlich jene verlorenen Punkte geholt, die ihm schlussendlich fehlen. Er hätte beim Slalom am Ganslernhang nach seinem Torfehler „nur“ zurücksteigen müssen und locker ins Ziel fahren. Punkte für die Kombination wären auf alle Fälle möglich gewesen, denn bei diesem Torlauf sind neben Raich auch andere Läufer gestrauchelt. Somit sind lediglich 11 Läufer in die Kombinationswertung gekommen. Am elften Platz landete Georg Streitberger mit einem Rückstand von 16,85 sec. und erhielt dafür 24 Weltcuppunkte. Genügend Punkte also, um die Kugel für den Gesamtweltcup mit nach Hause zu nehmen. Die Frage nach: „Was wäre wenn?“ nützt jedoch nichts und daher muss/darf man Svindal recht herzlich zum Gesamtweltcupsieg in seiner Comebacksaison gratulieren.
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Verfasst von christophson am Januar 5, 2009
Der bekannteste und größte Platz in Moskau, der Rote Platz, war am 02. Jänner Schauplatz des teuersten Ski-Rennens aller Zeiten.
Wo Geld auch in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise scheinbar keine Rolle spielt – in Russland – wurde für einen Abend eine 60 Meter hohe und 150 Meter lange Rampe errichtet, um den Russen den Skisport und der Skiwelt Russland näher zu bringen.
Obwohl die Olympischen Spielen in Sotchi erst in 5 Jahren über die Bühne gehen, ist Russland bereits bemüht die Werbetrommel kräftig zu rühren.
Zahlreiche Weltcupstars wurden daher extra nach Russland geflogen, um bei diesem Show-Parallel-Slalom am Roten Platz an den Start zu gehen – unter anderem Bode Miller, Didier Cuche, Mario Matt oder Reinfried Herbst. Bevor es um den Siegerscheck von 30.000 Dollar ging, durfte sich jeder Läufer vor Beginn des Rennens über ein Startgeld von 10.000 Dollar freuen.
Das gesamte Flutlicht-Spektakel kostete Russland und der FIS rund 10 Millionen (!) Euro. Allein die Rampe verschlang eine Summe von 7 Millionen Euro. Ob die FIS dieses Geld nicht anderweitig investieren sollte?
Die Läufer boten den 25.000 Zusehern (von einer solchen Kulisse können die Meisten Weltcupveranstalter nur träumen) eine Show der Extraklasse. Brisante und zum Teil sehr knappe Duelle erfreuten die Besucher. Im Finale konnte sich schlussendlich der Deutsche Felix Neureuther vor Jean-Baptiste Grange und Bode Miller durchsetzen. Neureuther konnte bis dato keinen Weltcupsieg verbuchen und somit war dieser Show-Event für den Partenkirchener ein voller Erfolg.
Das langjährige Ziel des Internationalen Skiverbandes den Skisport in die Städte zu bringen konnte in Moskau zum ersten Mal umgesetzt werden. Zwar war das Event am Roten Platz ein Erfolg, falls jedoch für solche Veranstaltungen Zig-Millionen Euro von Nöten sind, ist es vermutlich rentabler, wenn der Skisport in seinem natürlichen Umfeld, dem Gebirge, bleibt.
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Verfasst von christophson am Dezember 9, 2008
Sportveranstaltungen veranlassen einen immer wieder, sich auf Wetten einzulassen – so auch mich. Entweder im großen Stil in Wettbüros oder ganz einfach nur unter Freunden.
Samstag war es wieder mal soweit: Ich verspürte den Drang zu wetten. Am Programm stand der Riesentorlauf der Herren in Beaver Creek (USA). Nachdem die beiden Speed-Disziplinen von Aksel Lund Svindal dominiert wurden, war es meiner Meinung nach an der Zeit, dass sich jemand anders in die Siegerliste in Nordamerika einträgt. Für Svindal waren es nicht nur Weltcupsiege Nummer 10 und 11, sondern auch der Sieg gegen jenen Berg bzw. Sprung der ihn im Vorjahr abgeworfen hat.
Einige Stunden vor dem Rennen war ich mit einer Freundin unterwegs und wir haben uns über die abgelaufenen Rennen unterhalten. Ich kam dann mit der Idee, auf den Ausgang des Riesentorlaufs zu wetten. Obwohl ich in der Regel stets zu den rot-weiß-roten Fahrern halte, war diesmal ein ganz anderer Mann in meinen Gedanken fest verankert: Der Amerikaner Ted Ligety, der im Vorjahr die Weltcupkugel für den Riesentorlauf gewinnen konnte, war mein Favorit für dieses Rennen und somit auch mein Sieger-Tipp.
Wie es sich für eine Österreicherin gehört, hat meine Freundin auf den Tiroler Benjamin Raich gesetzt, der beim ersten Saisonriesentorlauf in Sölden den guten 4. Platz belegte.
Der erste Durchgang verlief ganz nach meinen Erwartungen. Der amerikanische „Sunny Boy“ führte das Klassement an und Raich lag mit einem Abstand von 1,05 Sekunden auf dem achten Platz, aber in Lauerstellung. Ich war mir meines Sieges sehr sicher und verfolgte den zweiten Durchgang sehr relaxed.
Spannend wurde es, als Benjamin Raich ins Rennen ging und eine Fabelzeit ins Ziel brachte. Trotz dieses perfekten Laufes von Raich war ich mir noch immer sehr sicher, denn der Kombinations-Olympiasieger aus dem Jahr 2006 wird sich einen Vorsprung von 1,05 Sekunden nicht mehr nehmen lassen – dachte ich zumindest. Läufer um Läufer kam ins Ziel und Raichs Bestzeit hielt nach wie vor. Somit konnte nur noch Ligety den österreichischen Sieg und somit eine erneute Wettniederlage verhindern.
Ligety erwischte aber nicht annähernd einen solch guten Lauf wie in Durchgang eins und verlor bis zur ersten Zwischenzeit die Hälfte seines Vorsprungs. Diesen konnte er bis zur letzten Zwischenzeit halten.
Kurz vor dem Ziel nochmals ein Fehler von Ligety und meine Anspannung stieg, da ich ja wusste, dass der 30-jährige Pitztaler eine hervorragenden Schlussteil fuhr.
Und dann der große Schock: Ted Ligety überquerte die Ziellinie mit dem Minimalrückstand von 0,01 Sekunden. Somit war der erste Sieg für Benjamin Raich in dieser Saison perfekt und auch eine erneute Wettniederlage meinerseits besiegelt.
Ich glaube ich habe im heurigen Jahr noch keine Wette gewonnen – kann 2009 also nur besser werden.
Fazit: Ich glaube Wetten liegt mir nicht und ich sollte dies in Zukunft unterlassen.
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